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Steinklee

Steinklee
Art.-Nr.: 6006000
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Inhalt:

  

Lateinisch / botanische Bezeichnung für Steinklee

Herba Meliloti (Melilotus officinalis (L.) Pallas)

Familie

Schmetterlingsblütengewächse (Fabaceae, Faboideae syn. Papilionaceae)

Alternative Volksbezeichnung

Bärenklee, Echter Steinklee, Gebräuchlicher Steinklee, Gelber Steinklee, Gewöhnlicher Steinklee, Honigklee, Mottenklee, Mottenkraut, Schottenklee, Steinkleekraut, Steinkleetee

Inhaltsstoffe

Cumarine, Melilotin, Flavonoide, Saponine

Zubereitung

1-2 Teelöffel Steinkleekraut mit ca. 150 ml (1 Tasse) kochendem Wasser übergießen und bedeckt 10 Min. ziehen lassen. Vor der Anwendung durch ein Teesieb geben und je nach Geschmack z. B. mit Honig süßen.

3mal täglich 1 Tasse frisch zubereiteten Steinklee Tee trinken.

Bei übermäßigem Verzehr kann es zu Kopfschmerzen kommen.

Lagerhinweis

Kühl, trocken und lichtgeschützt aufbewahren.

Allgemeines über den Steinklee

Steinklee - Melilotus officinalis

Steinklee gehört zur Familie der Schmetterlingsblütengewächse (Fabales), die wiederum eine Unterfamilie der Hülsenfrüchtler (Fabaceae) sind. Der Gelbe Steinklee trägt den wissenschaftlichen Namen Melilotus officinalis. Im Volksmund werden ihm jedoch viele weitere Namen zugeteilt. So wird er gerne als Gewöhnlicher Steinklee, Echter Steinklee, Gebräuchlicher Steinklee, Honigklee oder auch als Mottenklee und Mottenkraut bezeichnet.

Verbreitung und Standorte

Ursprünglich in Europa und Asien beheimatet wurde der Echte Steinklee durch den Menschen auch nach Nordamerika, Afrika und Australien gebracht. In höheren Lagen ist er bis 2000m anzutreffen. Gerne wächst er überall dort wo Unkraut gedeiht, wie beispielsweise an Bahndämmen, brachliegenden Äckern, häufig am Weg- oder Feldrand, und selbst an trockenen Uferböschungen fühlt er sich wohl.

Melilotus officinalis benötigt für sein Gedeihen kalkhaltige und basenreiche Böden, die allerdings keinen allzu hohen Stickstoffgehalt haben dürfen. Diesen reichert die Pflanze selbst an. Sie ist eine Wärme liebende Lichtpflanze und kann daher Trockenheit gut aushalten.

Aufgrund seiner Anspruchslosigkeit zählt Echter Steinklee zu den Rohbodenpionieren.

Erkennungsmerkmale

Der Gelbe Steinklee ist eine zweijährige Pflanze, die in Europa gewöhnlich eine Wuchshöhe von 40 bis 100 cm erreicht. In Regionen mit günstigen Bodenverhältnissen, kann er auch eine Höhe von 2 Meter erreichen. Auffällig ist sein hohler, teilweise auch mit weißem Mark gefüllter Stängel, aus dem sich viele Zweige bilden. Seine Fiederblätter (mittleres Blatt ist gestielt) wachsen in einer Dreiergruppe, sind kleeartig geteilt, eiförmig, am Rand gezähnt und haben kleine Nebenblätter. 30 bis 70 gelbe Schmetterlingsblüten hängen in 4 bis 10 cm langen gestielten Trauben herab.

Die Blüten sind gelb, duften nach Honig und sind reich an Nektar. Die beiden unteren Blütenblätter der Schmetterlingsblüte erinnern ein wenig an ein kahnförmiges Schiffchen. Die seitlichen Blütenblätter (Flügel) der Schmetterlingsblüten sind länger als das Schiffchen. Aus den 5-7 mm großen Blüten entstehen kleine, unbehaarte Hülsenfrüchte, die durch Querrippen gekennzeichnet sind. Die reife Frucht ist braun, runzelig und enthält nur 1 bis 2 Samen.

Die Blütezeit des Steinklees beginnt im Juni und endet im September. Das blühende Steinkleekraut wird von Juni bis September gesammelt. Dabei wird das obere Drittel der Pflanze abgeschnitten und im Schatten zum trocknen ausgelegt.

Steinklee im Garten

Steinklee ist ein mehrjähriges Gewächs, das von April bis September im Garten ausgesät werden kann. Er benötigt einen schweren bis verdichteten Boden, der möglichst pH-neutral sein sollte. Zuvor sollte eine gründliche Lockerung der tieferen Bodenschichten erfolgen, denn die Pfahlwurzel des Steinklees wächst bis zu 90 cm tief in die Erde wodurch er zu den Tiefwurzlern zählt. Somit eignet er sich auch zum befestigen von Hängen und Böschungen im Garten.

Steinklee ist ein Stickstoffsammler, der hochwertigen Humus bildet und in der ökologischen Landwirtschaft als Gründüngung eingesetzt wird.

Die Blüten des Honigklees enthalten einen ausgezeichneten Nektar und sind reich an Blütenpollen. Imker säen ihn daher gerne als Nahrungsquelle für das eigene Bienenvolk aus.

Alternative Verwendung

Das frische Steinkleekraut enthält den natürlichen Pflanzenstoff Cumarin, teilweise in gebundener Form. Während der Trocknungsphase wird durch Enzyme das gebundene Cumarin freigesetzt. Nach der Trocknung ist das Cumarin im Steinkleekraut besonders intensiv wahrnehmbar. Seine Duftnuancen sind süß-aromatisch, kommen dem Vanillegeruch sehr nah und riechen stark nach einem Gemisch von Waldmeister und Heu. Diese außergewöhnliche Duftmischung findet daher Interesse in der Kosmetikindustrie und wird zur Herstellung von Parfum oder Duftkerzen genutzt.

Nicht zu vergessen ist der Nutzen zur Aromatisierung von Likören und Schnäpsen oder das Nähen von Duftkissen für die natürliche Abwehr von Motten und Insekten. Natürlich kann das getrocknete Steinkleekraut auch einfach nur zum Binden von Duftsträußen oder für die Zubereitung von Steinkleetee verwendet werden. Auch der Steinkleetee hat das typische süßliche Aroma, ist geschmacklich aber eher bitter.

Artenvielfallt

Die Steinkleefamilie unterteilt sich in etwa 20 unterschiedliche Arten. Unter ihnen spielen der Weiße, Indische und Gelbe Steinklee in der landwirtschaftlichen Nutzung eine Rolle. Neben der Gründüngung oder Rekultivierung ist z. B. der weiße Steinklee auch für die Biogasgewinnung, in einer Fruchtfolge auf sandigen Böden, interessant.

Weißer Steinklee (Melilotus albus) und Gelber Steinklee (Melilotus officinalis) sind häufig gemeinsam anzutreffen. Anhand der weißen Blütenfarbe lässt sich Melilotus albus während der Blütezeit leicht erkennen. Hoher Steinklee (Melilotus altissimus bzw. Melilotus altissima) kann schon eher mit dem gelben Steinklee verwechselt werden. Beide haben gelbe Blüten. Fahne, Flügel und Schiffchen, also alle Blütenblätter der Schmetterlingsblüte, sind beim Melilotus altissimus in etwa gleich lang. Während beim Melilotus officinalis das Schiffchen (untere Blütenblätter) kürzer ist als Fahne (obere Blütenblätter) und Flügel (seitliche Blütenblätter). Außerdem sind die Früchte des hohen Steinklees leicht behaart.

Historisches über den Steinklee

Im Altertum war der Steinklee als Heilpflanze bekannt. In den Schriften von Hippokrates, Theophrast und Dioskurides wird Steinklee Tee für die innere und äußerliche Anwendung erwähnt.

Der Gattungsname Melilotus enthält das griechische Wort „Meli“ (Honig) und nimmt Bezug auf die nektarreichen und nach Honig duftenden Blüten. Während „lotus“ (Hornklee) auf eine kleeartige Pflanze hinweist. Officinalis bezieht sich auf die Verwendung als Arzneimittel. So ergibt sich gemeinsam der Wissenschaftlichen Name Melilotus officinalis.

Die deutsche Bezeichnung „Steinklee“ leitet sich von der Anspruchslosigkeit an den Standort ab, da die Pflanze selbst kieselige und steinige Plätze für sich beansprucht, sowie den kleeartigen Blättern.

Früher wurde Gelber Steinklee auch als Futterpflanze für Tiere genutzt, wodurch er z. B. auch nach Nordamerika kam. Durch den hohen Cumaringehalt sowie Risiken durch Toxine die bei Verderb und Befall im Heu entstehen können, wird die Pflanze heute jedoch nur noch als Gründünger in der Landwirtschaft genutzt.

Ähnlich dem Waldmeister wurde je nach Region auch der Steinklee für die Aromatisierung von verschiedenen Lebens- und Genussmitteln wie Käse, Süßspeisen, Getränken, Tabak und Schnupftabak verwendet. In den 1970er Jahren wurde Cumarin in Deutschland zunächst Verboten. Anschließend wurde mit der Aromenverordnung ein zugelassener Grenzwert festgelegt.


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