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Johanniskraut Tee

Johanniskraut geschnitten

Johanniskraut Tee - geschnitten
Art.-Nr.: 6003350
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Inhalt:

  

Johanniskraut aus Wildsammlung

Lateinisch / botanische Bezeichnung

Hyperici herba (Hypericum perforatum L.)

Alternative Volksbezeichnung

Blutkraut, Hartheu, Johannisblut, Konradskraut, Löcherkraut, Tüpfelhartheu

Familie

Johanniskrautgewächse (Hypericaceae, Clusiaceae, Guttiferae)

Inhaltsstoffe

Flavonoide, Naphthodianthrone (Hypericin, Pseudohypericin), ätherisches Öl, Gerbstoffe

Zubereitung

150 ml (1 Tasse) Wasser bis zum Kochen erhitzen, 1-2 Teelöffel Johanniskraut hineingeben und bedeckt 5-10 Min. ziehen lassen. Anschließend durch ein Teesieb geben und je nach Geschmack z. B. mit Honig süßen.

3mal täglich 1 Tasse frisch zubereiteten Johanniskraut Tee trinken.

Da Johanniskraut die Lichtempfindlichkeit der Haut erhöht, sollten insbesondere sehr hellhäutige Personen nach dem Verzehr auf Sonnenbäder verzichten.

Lagerhinweis

Kühl, trocken und lichtgeschützt aufbewahren.

Das Echte Johanniskraut: Wildkraut mit historischer Tradition

Echtes Johanniskraut - Hypericum perforatum

Kaum ein anderes Gewächs wird so sehr mit der Sonne in Verbindung gebracht wie das Johanniskraut. Landläufig ist es gar als "Sonnenwendkraut" bekannt, da die Johanniskraut-Blüten ihre leuchtend gelbe Farbe meist in der Zeit um die Sommersonnenwende zeigen. Daher gilt sie auch als "Mittsommerpflanze". Bereits in der Antike hat Dioskurides das Johanniskraut in seinen Schriften erwähnt und auch die Germanen sollen das Kraut auf unterschiedlichste Weise genutzt haben.

Woher stammt der Name?

Botanisch heißt das Echte Johanniskraut Hypericum perforatum. Je nach Region trug es auch unterschiedliche Bezeichnungen, wie Duchlöchertes Johanniskraut, Gemeines Johanniskraut oder Tüpfel-Hartheu. Johannes der Täufer ist Namensgeber der Pflanze; wahrscheinlich deshalb, weil das Johanniskraut um den Johannitag blüht, der am 24. Juni begangen wird. Im Volksmund heißt es auch, dass die Blüten eine besonders hohe Wirkung zeigen, wenn sie am Johannitag gepflückt werden.

Ein religiöser Bezug findet sich auch in anderen Sprachen: So heißt das Kraut auf Englisch "Saint John's wort", und in Italien nennen es die Menschen "Erba di San Giovanni".

Hypericum Perforatum: Typische Merkmale und Aussehen

Wo gedeiht die Pflanze?

Echtes Johanniskraut wächst ausdauernd (mehrjährig) während der gesamten Vegetationszeit. Nur die Wurzel überwintert im Boden. Die Pflanze ist auf dem eurasischen Kontinent und in Nordafrika heimisch und weit verbreitet. Der Mensch brachte sie nach Nord- und Südamerika, Ostasien, bis nach Australien. Sie bevorzugt tiefe und mittlere Höhenlagen; in Bezug auf die Bodenbeschaffenheit zeigt sie sich tolerant; einzig stark saure Erde mag sie nicht. Wild gedeiht sie an Wald- und Gebüschrändern sowie auf Brachflächen und Bahntrassen.

Wurzel und Triebe

Kleine Triebe sind etwa 15 Zentimeter lang, können jedoch unter günstigen Bedingungen eine Höhe von bis zu einem Meter erreichen. In unseren Breiten wird aber meist eine Wuchshöhe von 25 bis 70 cm erreicht. Im Unterschied zu anderen Hypericum-Arten, wie etwa dem Ägyptischen Johanniskraut, bildet das Echte Johanniskraut im oberen Bereich des Stängels kleine Büschel. Das Echte Johanniskraut ist stark mit dem Untergrund verbunden. Es bildet eine rund 50 Zentimeter tiefe Pfahlwurzel und ein dichtes Netzwerk aus kleineren Seitenwurzeln. Der Haupttrieb ist zweikantig und mit einem Mark gefüllt. Die Stängel anderer Hypericum-Arten dagegen sind hohl.

Blätter und Blüten

Die Laubblätter von Hypericum perforatum stehen sich paarweise am Stängel gegenüber. Die Blattform ist oval. Der Name Durchlöchertes Johanniskraut verweist auf die hellen Punkte der Blätter. An diesen Stellen sammelt sich das ätherische Öl der Pflanze. Der Blattrand trägt Drüsen, die als schwarze Punkte erscheinen.

Von Juni bis August zeigt die Pflanze ihre unzähligen leuchtend gelben Blüten. Fünf Blütenblätter, jedes etwa 13 Millimeter lang, bilden einen Blütenstand. Die Blütenblätter sind an einer Seite gezähnt. Unzählige Staubblätter - bis zu 100 je Blüte - stehen prominent im Zentrum der Blüte. Trotz ihrer Schönheit, die auch Insekten anzieht, enthält die Blüte keinen Nektar.

In den Blütenblättern speichert die Pflanze das rote Hypericin, der wichtigste Inhaltsstoff für den Menschen.

Sobald das Echte Johanniskraut damit beginnt zu verblühen, rollt es die Blütenblätter seitlich zusammen. Die Früchte, sogenannte dreifächrige Spaltkapseln, messen rund einen Zentimeter. Sie enthalten die Samen der Pflanze. Johanniskraut-Samen sind winzig: Sie messen einen Millimeter. Die Form lässt sich als länglich-gebogen und netzförmig beschreiben.

Vermehrung

Das Echte Johanniskraut pflanzt sich auf mehreren Wegen fort:

Fremdbestäubung: Vor allem Schwebfliegen und Bienen besuchen die attraktiv leuchtenden Blüten und sorgen für die Bestäubung.

Selbstbestäubung: Wenn sich beim Verblühen die Blüte schließt und die Kronblätter schrumpfen, ist sogar eine Selbstbestäubung möglich.

Vermehrung durch Samen: Die Samenkapseln werden durch Tiere verbreitet.

Vegetative Vermehrung: Die Wurzeln bilden neue Triebe.

Die Pflanze gilt als recht robust. Einzig die Rotwelke kann ihr als Krankheit Schaden zufügen.

Nicht nur Johanniskraut Tee: So wird das Kraut genutzt

Beim Stichwort Johanniskraut fällt den meisten wohl der Johanniskraut Tee ein, wenn es um die Verwendung der Pflanze geht. In dem Kraut steckt jedoch viel mehr Potenzial.

Schon in der Antike kannten die Ärzte vier verschiedene Johanniskräuter. Der Siegeszug chemischer Medikamente drängte die Pflanze aus dem Bewusstsein der Mediziner. Heute gilt der Stoff Hypericin als medizinisch relevant. 2015 wurde das Echte Johanniskraut zur Heilpflanze des Jahres gewählt.

Johanniskraut eignen sich grundsätzlich zum Färben; der Ton erinnert an Senf-gelb.

Für kosmetische Zwecke gibt es das rote Johanniskrautöl. Das Hypericin verleiht ihm seine Farbe. Besitzer von Landschildkröten können das Echte Johanniskraut im Garten kultivieren. Es steht auf dem Speiseplan dieser Schildkrötenart. Hypericum perforatum benötigt keinen Dünger, gedeiht am besten auf nährstoffarmen Böden und gilt als dekorative Pflanze in Natur- und Bauerngärten.

Last but not least: Der Johanniskraut Tee wurde zu Großmutters Zeiten noch selbst gesammelt. Um Johanni (24. Juni) wurden die Blüten bei trockenem Wetter gesammelt; an einem dunklen, kühlen Ort lagerten sie offen, bis die Blüten vertrockneten. Anschließend wanderten sie zur Aufbewahrung in die Gläser. Der Johanniskraut Tee wurde dann überwiegend im Herbst und Winter getrunken.

Johanniskraut: Tinktur und Rotöl selber machen

Johanniskraut-Blüten in Olivenöl

Wie erkenne ich Johanniskraut und seine Blüten?

Das echte Johanniskraut bevorzugt sonnige bis halbschattige Standorte mit kargen Böden. So ist es an Weg- und Waldrändern ebenso zu finden wie auf Waldlichtungen, Straßenböschungen oder auf Schuttplätzen. Die Pflanze wächst buschig und wird bis zu 1 Meter hoch. Die Blütezeit beginnt im Juni. Die reichen Blütenstände, die sich in einer sogenannten "Trugdolde" verzweigen, sind bis August zu finden. Jedes der 5 goldgelben Blütenblätter ist auf einer Seite gezähnt. Außerdem weisen sie am Rand kleine schwarze Punkte auf. Dies sind die Öldrüsen, die besonders im Gegenlicht gut zu erkennen sind. Wenn die Johanniskraut-Blüten zerrieben werden, hinterlassen sie einen roten Farbstoff auf den Fingern - das so genannte "Johannisblut". Das macht die Blüten unverwechselbar.

Welche Pflanzenteile sammle ich am besten?

Für die Herstellung von Johanniskraut Tee oder der Johanniskraut-Tinktur wird neben den Blüten auch das Kraut der Pflanze genutzt. Dieses kann frisch oder getrocknet verwendet werden. Wer ein Johanniskrautöl herstellen möchte, nutzt in der Regel ausschließlich die voll aufgeschlossenen Johanniskraut-Blüten. Sie können von Juni bis August gesammelt werden. Die Knospen sollten nicht verwendet werden. Da die Blüten recht empfindlich sind, sollte beim Sammeln mit Vorsicht vorgegangen werden. Für den Transport eignet sich ein verschließbares Glas, damit die Johanniskraut-Blüten nicht zerdrückt werden.

Wie bereite ich die Pflanzenteile zur Verarbeitung vor?

Sowohl das Kraut als auch die Blüten des Johanniskrauts sollten nur vorsichtig gereinigt werden. Hierzu werden die Pflanzenteile auf einem Bogen Küchenkrepp oder einem sauberen Leinentuch ausgebreitet. Insbesondere die leuchtend gelben Johanniskraut-Blüten ziehen kleine Käfer oder andere Insekten an. Diese sollten vorsichtig abgesammelt werden, z. B. mit einer Pinzette. Anschließend wird das Kraut zum Trocknen zu kleinen Bündeln zusammengebunden. Die Bündel werden kopfüber an einem lichtgeschützten und luftigen Ort aufgehängt.

Was muss ich bei der Herstellung von Johanniskrautöl beachten?

Johanniskrautöl kann einfach selbst hergestellt werden. Den Namen "Rotöl" verdankt es der roten Farbe, die während der Reifezeit immer intensiver wird. Es stammt vom roten "Hypericin", das vor allem in den frischen Blüten enthalten ist. Die gesäuberten, frischen Johanniskraut-Blüten werden zunächst in ein sauberes, verschließbares Glas gegeben. Anschließend werden sie mit der 3- bis 4-fachen Menge kalt gepresstem Öl übergossen. Hierzu sollte ein reines Pflanzenöl verwendet werden, z. B. Olivenöl, Leinöl oder Sonnenblumenöl. Wenn alle Johanniskraut-Blüten mit Öl bedeckt sind, wird das Glas an einen warmen, sonnigen Ort gestellt. Dabei sollte das Glas zunächst nur abgedeckt sein, aber nicht verschlossen werden. Erst wenn die Gärungsprozesse abgeschlossen sind (nach etwa 5 Tagen), wird das Glas verschlossen.

Wie lange reift das Johanniskrautöl und wie lange ist es haltbar?

Die in Öl eingelegten Johanniskraut-Blüten sollten 6 bis 8 Wochen lang an einem sonnigen Ort ziehen. In regenreichen und sonnenarmen Sommern eignet sich auch ein warmer Platz in Herdnähe. Je mehr Blüten verwendet werden, desto kräftiger färbt sich das Öl. Etwa zweimal pro Woche wird das gut verschlossene Glas zudem kräftig geschüttelt. Nach der Reifezeit von 6 bis 8 Wochen wird der Inhalt durch ein Tuch gegossen und die Pflanzenrückstände gut ausgepresst. Das Öl sollte nun noch ein paar Tage ruhen. Hat sich in dieser Zeit eine wässrige Schicht gebildet, kann man sie einfach mit einem Löffel abschöpfen. Da das fertige Johanniskrautöl äußerst lichtempfindlich ist, sollte man es in eine dunkle Flasche füllen. Außerdem ist es ratsam, die Flasche mit dem Abfülldatum zu versehen, denn das Öl ist nur etwa 1-2 Jahre haltbar und sollte innerhalb dieser Zeit aufgebraucht werden.

Wie kann ich Johanniskraut-Tinktur selber machen?

Die Herstellung der Johanniskraut-Tinktur ähnelt der des "Rotöls". Neben den Johanniskraut-Blüten wird hier jedoch auch häufig das Kraut der Pflanze genutzt. Dadurch färbt sich die Flüssigkeit eher ins Rotbraune. Für die Johanniskraut-Tinktur wird zudem statt des Öls ein neutraler Alkohol mit mindestens 40 % vol. benötigt. Hierzu eignen sich Wodka, Doppelkorn oder Ethanol 70 %. Für den Ansatz der Johanniskraut-Tinktur wird das Johanniskraut in ein Schraubglas gegeben. Dabei sollte dieses nur bis zu 2/3 gefüllt werden. Anschließend wird der Alkohol aufgefüllt, sodass alle Pflanzenteile bedeckt sind.

Wie lange reift die Tinktur und wie lange ist sie haltbar?

Ähnlich wie das Johanniskrautöl benötigt die Johanniskraut-Tinktur einige Wochen, um vollständig durchzuziehen. Hierzu wird das verschlossene Glas für ungefähr 2 bis 6 Wochen an einem warmen, sonnigen Ort aufbewahrt. Je länger, desto kräftiger wird die Tinktur. Auch hier sollte das Glas zweimal pro Woche kräftig aufgeschüttelt werden. Nach der Reifezeit wird die Johanniskraut-Tinktur durch ein Tuch gegossen und die Rückstände gut ausgepresst. Die fertige Tinktur wird in eine dunkle Flasche gefüllt und an einem kühlen und lichtgeschützten Ort aufbewahrt. Sie ist bis zu 2 Jahre haltbar.


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