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Lungenkraut

Lungenkraut geschnitten

Lungenkraut - Lungenkraut geschnitten
Art.-Nr.: 6004250
Lieferzeit DE: 1-3 Werktage

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Inhalt:

  

Lateinisch / botanische Bezeichnung

Pulmonariae herba (Pulmonaria officinalis L.)

Alternative Volksbezeichnung

Blaue Schlüsselblume, Fleckenkraut, Lungenkraut Tee

Familie

Borretschgewächse, Rauhblattgewächse (Boraginaceae)

Inhaltsstoffe

Schleimstoffe, Kieselsäure, Flavonoide, Gerbstoffe

Zubereitung

1 Esslöffel Lungenkraut mit ca. 150 ml (1 Tasse) kochendem Wasser übergießen und bedeckt 5-10 Min. ziehen lassen. Vor der Anwendung durch ein Teesieb geben und je nach Geschmack z. B. mit Honig süßen.

3mal täglich 1 Tasse frisch zubereiteten Lungenkraut Tee trinken.

Lagerhinweis

Kühl, trocken und lichtgeschützt aufbewahren.

Allgemeines über das Lungenkraut

Echtes Lungenkraut - Pulmonaria officinalis

Echtes Lungenkraut (Pulmonaria officinalis) ist eine bodenbedeckende Staude, die sich auf offenen Flächen rasch ausbreitet. Die auch als Geflecktes Lungenkraut bekannte Pflanze hat mittelgrüne Blätter und gehört zur Familie der Raublattgewächse (Boraginaceae). Sie ist vergleichsweise pflegeleicht und Winterhart. Die Bezeichnung Pulmonaria ist von lat. pulmo für Lunge abgeleitet und wurde erstmals durch Leonhart Fuchs geprägt. Während der Bodendecker in Frankreich "Pulmonaires" und im Englischen "Lungwort" genannt wird, ist er im deutschsprachigen Raum unter zahlreichen Namen bekannt - Blaue Schlüsselblume, Fleckenkraut, Schlotterhose oder Schwesternkraut sind nur einige wenige davon.

Verbreitung und Standorte

Neben Deutschland, Österreich und der Schweiz ist das Echte Lungenkraut auch in weiten Teilen Europas beheimatet. Im Westen bis zu den Ardennen, nach Norden bis nach Dänemark und Mittelschweden, wurde die Pflanze auch auf den Britischen Inseln eingebürgert. Nach Osten findet sich das Echte Lungenkraut bis Mittelrussland, nach Süden bis zum Nordbalkan und Mittelitalien. Es bevorzugt lichte Laubwälder, vereinzelt ist es aber auch in Nadelwäldern zu finden. Sein dekoratives Laub breitet sich zügig aus, um von März bis Oktober einen dichten Teppich zu bilden und Lücken unter Bäumen oder Sträuchern zu füllen.

Geflecktes Lungenkraut: Merkmale erkennen

Das wintergrüne, mehrjährige Gefleckte Lungenkraut erreicht Wuchshöhen von bis zu 30 cm. Seine herz-eiförmigen, ungeteilten Grundblätter präsentieren sich gelbgrün mit scharf begrenzten silbrig-weißen Flecken. Neben winzigen Stachelhöckern trägt die Blattoberseite einige wenige Borstenhaare. Bei nicht blühenden Sprossen geht das eiförmige Blatt ohne Übergang in den 15 cm langen Stiel über. Sein eher dünner, waagerechter Wurzelstock ist von astiger Ausprägung.

Geflecktes Lungenkraut zählt zu den Frühblühern: Spielt das Wetter mit, öffnet es seine Blüten schon Anfang März. An jedem Stängel sitzen gleich mehrere trichterförmige Blüten mit tiefen, fünfzipfligen Kelchen, sprich Stieltellerblumen mit eingeschlossenen Staubbeuteln und Narben. Sechs bis acht Tage bleibt die Krone. Sind die ganz jungen Blüten noch rosa, erscheinen sie später purpurfarben, um nach drei bis vier Tagen zu einem Violettblau zu wechseln, das an Vergissmeinnicht erinnert. Die Ursache: Eine pH-Wert-Änderung im Zellsaft - von sauer nach basisch.

Die Blüte besitzt einen oberständigen, zweiblättrigen Fruchtknoten, den eine falsche Scheidewand in vier Fächer, genannt Klausen, teilt. Fruchtreife ist zwischen Mai und Juni. Die Klausenfrüchte enthalten bräunliche Samen, die mit einem Ölkörper ausgestattet sind und u. a. durch Ameisen verbreitet werden. Denn bei Reife neigt sich der Fruchtstängel zur Erde, wodurch sich die Frucht dieses Lichtkeimers selbst aussät.

Pulmonaria officinalis: Abgrenzung und Einordnung

Systematisch zählt Geflecktes Lungenkraut, das im Wuchs der Schlüsselblume ähnelt, zur Familie der Raublattgewächse (Boraginaceae) und ist mit Kräutern wie Borretsch und Natternkopf verwandt. Die Gattung der Lungenkräuter umfasst weltweit etwa 20, zum Teil geschützte Arten - wie das in Deutschland heimische dunkle Lungenkraut (Pulmonaria obscura) und das weiche Lungenkraut (Pulmonaria mollis). Anders als häufig angenommen, bestehen zwischen Pulmonaria officinalis und dem indischen Lungenkraut (Justicia adhatoda) oder auch Malarbanuss aus der Familie der Akantusgewächse (Acanthaceae) keine Gemeinsamkeiten. Echtes Lungenkraut ist unter anderem an seiner Behaarungsform sowie durch die scharf vom Stiel abgesetzte Blattspreite der Grundblätter zu erkennen - während etwa beim Zucker-Lungenkraut (Pulmonaria saccharata), das sich in vielen Gärten findet, die Blattspreite allmählich in den Stiel übergeht. Pflanzen ähnlichen Standorts sind das Buschwindröschen (Anemone nemorosa) oder das Leberblümchen (Hepatica nobilis).

Lungenkraut kultivieren - so geht's

Die Kultivierung dieser von März bis Mai blühenden Pflanze gestaltet sich nicht nur durch ihre geringe Anfälligkeit für Pflanzenkrankheiten erfreulich unkompliziert. Echtes Lungenkraut gedeiht auf Balkonen mit Nord- oder Westausrichtung (ohne pralle Sonne) genauso wie im Freiland. Anspruchslos, genügt ihm ein halbschattiger bis schattiger Standort. Dazu schätzt dieser Frühblüher nährstoffreiche aber durchlässige, leicht feuchte Böden mit einem basischen Charakter. Wer zu lehmreiche Böden mit Sand oder Kies mischt und auflockert, sorgt dafür, dass sich der Wurzelstock ungehindert entfalten kann.

Der Lichtkeimer wird zwischen März und April nicht tiefer als einen halben Zentimeter eingebracht. Im Freiland ist ein Pflanzabstand zwischen 15 und 20 cm einzuhalten, um Nährstoffkonkurrenz zu vermeiden - mehr als elf Pflanzen pro Quadratmeter sollten es nicht sein. Auf dem Balkon genügt ein Topf mit bis 20 cm Durchmesser pro Pflanze. Soll gedüngt werden, dann vor der Blüte mit organischem Dünger. Er sollte stickstoff- und kaliumreich sein - Brennnesseljauche, Kompost oder Hornspäne bieten sich an. Aber auch klassischer Volldünger - in sparsamer Menge - bildet eine Alternative. Bei Erstaussaat oder Erstkultivierung in Blumenerde ist kein weiterer Dünger erforderlich, denn diese ist bereits vorgedüngt.

Ein zu trockener Standort bzw. ein Durchtrocknen sollte vermieden werden, da die Triebe sonst schnell aufgeben. Pulmonarien lieben es zwar durchaus sommerwarm, aber dabei immer durchfeuchtet - schattig bis halbschattig in sandig-lehmiger Erde, die zwar Wasser speichert, aber nicht vernässt. Dagegen wird volle Sonneneinstrahlung nur bei täglichem Gießen ohne welkende Blätter überstanden.

Echtes Lungenkraut wird über Samen oder durch Teilung vermehrt. Die Teilung des Wurzelstocks kann wahlweise im Spätsommer nach Blüte und Fruchtreife oder im Frühjahr bei Austriebsbeginn erfolgen. Wurzelschnittlinge sind im Abstand von etwa 15 Zentimetern zu pflanzen.

Ende Mai und die Blütezeit ist vorbei? Dann ist, ausreichende Bodenfeuchte vorausgesetzt, ein kompletter Rückschnitt sinnvoll, weil er unerwünschte Selbstaussaat verhindert - wenngleich diese beim Gefleckten Lungenkraut in Maßen, nicht massenhaft, geschieht. Wer keine Samen ziehen will, schneidet also verblühte Stiele ab und die Staude im Herbst komplett bis zum Boden zurück. Jetzt treibt sie frisch aus - die neuen Blätter bleiben bis zum Herbst attraktiv.

Echtes Lungenkraut in der Küche

Pulmonaria officinalis ist reich an Inhaltsstoffen, neben Gerbstoffen finden sich Schleimstoffe wie Gallotannine und Catechine sowie Kieselsäure und weiter Mineralstoffe. Sein Blütenfarbstoff zählt zu den Anthocyanen: Ändert sich der Säuregehalt, wechselt die Farbe von Rot (sauer) nach Blau (basisch). Obwohl essbar, ist das leicht bittere Gefleckte Lungenkraut kein klassisches Küchenkraut. Aus seinen Blüten und Blättern - frisch oder getrocknet - lässt sich ein Lungenkrautee aufbrühen. Die jungen Blätter eignen sich für Kräutersuppen, Gemüsegerichte und Salate. Ältere Blätter können wie Spinat zubereitet werden. In Kombination mit Giersch entstehen neue, veränderte Geschmackserlebnisse. Weil auch seine Blüten essbar sind, machen sie sich gut als Salatdekor.

Robuste Staude als Magnet für Nützlinge

Geflecktes Lungenkraut ist nicht nur Schnittpflanze, sondern auch Insekten- und Bienenweide: Als Bestäuber betätigt sich vor allem die langrüsselige Wildbienenart Anthophora acervorum.

Allerdings ziehen die Bienen die jungen purpurnen den reiferen violetten Blüten vor, da erstere mehr Nektar bieten. Nur langrüsselige Bienen sowie Schmetterlinge haben eine Chance, den Nektar zu erreichen, denn dieser wird durch einen Haarsaum an den Schlundschuppen zum Eingang der einen Zentimeter langen Kronröhre geschützt. Schädlingsbefall ist dagegen so gut wie nicht zu befürchten: Nur Nützlinge interessieren sich für eine ausnehmend robuste, pflegeleichte Staude - wie das Gefleckte Lungenkraut.


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